Die Einweihung der Skulptur „Petrified Survivors“ im Brüsseler Kiez, Berlin-Mitte, markiert einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen sexualisierte Gewalt in Kriegen. Am 11. Oktober 2025 versammelten sich zahlreiche Besucher und Ehrengäste, um das beeindruckende Kunstwerk der britischen Künstlerin Rebecca Hawkins zu feiern. Die Skulptur gilt als erstes weltweites Denkzeichen für die Überlebenden solcher Gewalttaten und wird für zwei Jahre an der Ernst-Friedrich-Promenade in Berlin ausgestellt, bevor sie in die Niederlande weiterzieht. Der Bezirk Bürgermeisterin Stefanie Remlinger betonte in ihrer Ansprache die Wichtigkeit des Denkzeichens zur Ächtung sexualisierter Gewalt.
Unter den Ehrengästen befand sich auch die Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad, die sich unermüdlich für die Rechte von Überlebenden einsetzt. Die Skulptur wird von starken Symbolen aus verschiedenen Kulturen umrahmt, darunter die Würgefeige und die weiße Rose, die für den Schmerz und die Hoffnung stehen. Dieses Kunstwerk repräsentiert nicht nur die individuellen Geschichten der Überlebenden, sondern strebt auch an, universelles Bewusstsein zu schaffen und gesellschaftliche Debatten über sexualisierte Gewalt zu fördern.
Kunst und Gesellschaft im Fokus
Die Initiative, das Denkzeichen „Petrified Survivors“ an verschiedenen internationalen Orten auszustellen, wird von der Organisation SASVIC unterstützt. Diese verfolgt das Ziel, dass die Skulptur von Gemeinschaften weltweit gesehen wird, insbesondere von den Überlebenden, die an ihrer Entstehung mitgewirkt haben. Es wird angestrebt, politische Impulse für einen dauerhaften Wandel zu setzen, da das Thema nicht nur die direkten Opfer betrifft, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft. Der Ort der Installation in der internationalen Stadt Den Haag, bekannt für ihre Werte des Friedens und der Gerechtigkeit, wird als besonders passend erachtet, um das Leid der Überlebenden anzuerkennen, während die gesamte Gesellschaft zum Handeln angeregt wird.
Darüber hinaus wird eine internationale Konferenz zu sexualisierter Gewalt in Kriegen vom 4. bis 6. November 2025 im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung stattfinden. Die Konferenz ist finanziert durch die Bezirks-, Landes- und Bundesebene und wird sowohl wissenschaftliche Panels als auch öffentliche Veranstaltungen umfassen.
Einfluss der Street Art
Die Diskussion über öffentliche Kunst, wie sie in der Einweihung von „Petrified Survivors“ zum Ausdruck kommt, ist Teil einer größeren Bewegung, die auch Street Art umfasst. Kunstinstallationen im öffentlichen Raum haben die Fähigkeit, wichtige gesellschaftliche Themen zu adressieren und das Publikum zum Nachdenken anzuregen. Die erste Backjumps-Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg im Jahr 2003 wird in Diskussionen über Street Art häufig erwähnt, die die Grenzen zwischen Kunst und Gesellschaft verwischen.
Die Skulptur „Petrified Survivors“ ist mehr als nur ein Kunstwerk; sie ist ein Symbol des Wandels und der Hoffnung für die Überlebenden sexueller Gewalt in Konflikten. Durch die begleitenden Programme, die zur Aufklärung und zum Dialog anregen sollen, wird sie ein sichtbarer Teil des öffentlichen Lebens sein und eine wichtige Plattform für gesellschaftliche Debatten bieten. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Denkzeichen die Aufmerksamkeit und das Engagement für sexuelle Gewalt in Konflikten international verstärkt.