Am 13. September 2025 fand der dritte Faire Markt in Lichtenberg statt, ein bedeutendes Event, das den Fokus auf Nachhaltigkeit, faires Handeln und regionale Produkte legt. Der Markt wurde um 11 Uhr eröffnet und endete um 18 Uhr, wobei Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) die Eröffnungsrede um 12 Uhr hielt. Veranstaltungsort war der Tuchollaplatz im Kaskelkiez, 10317 Berlin. Der Eintritt war frei, was die Veranstaltung für ein breites Publikum zugänglich machte.

Der Faire Markt bildet eine Plattform für Aussteller aus verschiedenen Bereichen, die sich mit fairem Handel, Umweltschutz, nachhaltigem Konsum und sozialem Engagement beschäftigen. Zu den Attraktionen zählten ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Mitmachaktionen, Musik und kulinarischen Angeboten. Die Veranstaltung fiel in die Woche des Fairen Handels 2025, die vom 12. bis 26. September stattfand. Das Motto dieser Aktionswoche lautete: „Fair handeln – Vielfalt erleben!“

Vielfalt des Fairen Handels

Der Faire Markt war Teil der bundesweit ausgerichteten Woche des Fairen Handels, die darauf abzielt, die Vielfalt des fairen Handels zu erleben und kennenzulernen. Laut der Webseite der Fairen Woche wird der faire Handel als ein Weg gesehen, soziale Gerechtigkeit und den Schutz der ökologischen Vielfalt miteinander zu vereinen. Im Kontext aktueller politischer und ökologischer Herausforderungen, legt die Faire Woche besonderen Fokus auf die Dimensionen der biologischen Vielfalt, die Vielfalt der Menschen und das Engagement beim fairen Handel.

Das Programm der Woche sieht zahlreiche Aktionen, Veranstaltungen und Begegnungen vor, die die Vielfalt und die Wirkung des Fairen Handels in den Vordergrund stellen. Ziel ist es, die Geschichten und Herausforderungen von Menschen zu beleuchten, die hinter fair gehandelten Produkten stehen, insbesondere von Kleinbäuer*innen, die zur globalen Ernährungssicherung beitragen.

Studie zu nachhaltigem Konsum und fairem Handel

Ergänzende Informationen zur Thematik lieferte die Dissertation von Isabel Strubel, die im Jahr 2019 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt veröffentlicht wurde. In ihrer Studie mit dem Titel „Nachhaltiger Konsum, fairer Handel und Gerechtigkeit“ wurden die Motive der Verantwortung und Gerechtigkeit im Zusammenhang mit nachhaltigem Konsum und fairem Handel untersucht. Insbesondere wurden die Kaufentscheidungen und Engagements im Fairen Handel beleuchtet. Die Studie zeigt, dass personale Normen eine Schlüsselrolle für die Bereitschaft zu fairem Konsum spielen und dass Motive der Verantwortung und Gerechtigkeit eng miteinander verknüpft sind. Diese Erkenntnisse verdeutlichen die Wichtigkeit von moralischen Motiven, die nicht auf Eigennutz reduziert werden können, und die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Wandels in Richtung nachhaltigen Handelns.

Zusammenfassend zeigt sich, dass der Faire Markt in Lichtenberg und die Faire Woche 2025 wichtige Initiativen sind, die nicht nur den fairen Handel fördern, sondern auch zur Sensibilisierung für die Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verantwortung beitragen.