Wenn du auf der Suche nach einem ganz besonderen Ort in Berlin bist, dann solltest du unbedingt das Werkbundarchiv – Museum der Dinge besuchen. Es hat seinen neuen Standort in der Leipziger Straße 54 in Berlin-Mitte gefunden und ist ein wahres Schatzkästchen für alle Design- und Kulturinteressierten. Hier wird Geschichte lebendig! Die aktualisierte Dauerausstellung „Das Offene Depot“ zeigt rund 15.000 Objekte aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Das ist nicht nur eine Augenweide, sondern man bekommt auch spannende Einblicke in die Produktkultur und das Design unserer modernen Welt.

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht der Deutsche Werkbund, eine Gruppe von Künstler:innen, Politiker:innen und Industrievertreter:innen, die 1907 gegründet wurde, um funktionales und nachhaltiges Design zu fördern. Die Ausstellung geht jedoch einen Schritt weiter und beleuchtet die Ideen und Strategien des Werkbunds kritisch, während sie Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen und ökologischen Entwicklungen herstellt. Hier wird wirklich deutlich, wie eng Design und Gesellschaft miteinander verflochten sind.

Öffnungszeiten und Barrierefreiheit

Das Museum hat von Donnerstag bis Montag geöffnet, immer von 12 bis 19 Uhr. Dienstags und mittwochs bleibt die Tür geschlossen. Besonders erwähnenswert: Das Museum ist vollständig barrierefrei. Es liegt im Erdgeschoss und ist ohne Stufen oder Höhenunterschiede zugänglich. Die Eingangstür hat zwar eine kleine Schwelle, aber das freundliche Personal hilft gerne bei Bedarf!

Für Besucher:innen mit besonderen Bedürfnissen gibt es viele Annehmlichkeiten: Alle Räume sind ebenfalls mit dem Rollstuhl befahrbar. Außerdem stehen im Eingangsbereich und in den Ausstellungen Bänke bereit, sodass man immer mal eine kleine Pause einlegen kann. Eine rollstuhlgerechte Toilette mit Haltegriffen ist ebenfalls vorhanden. Das ist doch super, oder?

Veranstaltungen und Workshops

Das Programm des Museums ist wirklich abwechslungsreich! Am Samstag, dem 24. Oktober, gibt es eine Führung in Leichter Sprache, die für Erwachsene und Jugendliche kostenlos ist. Und das ist noch lange nicht alles: Am Sonntag, dem 25. Oktober, kannst du an einer deutschsprachigen Führung durch das „Offene Depot“ teilnehmen. Wenn du Kinder hast, wird es spannend – am Montag, dem 26. Oktober, findet ein mehrtägiger Workshop statt, bei dem die Kleinen ihre eigenen „Power-Poster für Berlin“ gestalten können. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich, also nicht vergessen!

Nicht zu vergessen ist die „Dingpflegschaft“, die das Museum anbietet. Damit kannst du die Arbeit des Museums unterstützen und gleichzeitig Teil einer lebendigen Gemeinschaft werden. Ein schöner Gedanke, oder? Und übrigens, die Schallplatte „Party Race“ ist das Ding des Monats Oktober 2026 – das klingt nach einer tollen Geschichte!

Digitalisierung und Sammlungsangebot

Wusstest du, dass das Werkbundarchiv eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten und Objekten zur Produktkultur des 20. und 21. Jahrhunderts hat? Die Digitalisierung der Bestände begann bereits 2013 und mittlerweile kannst du viele der Objekte online durchstöbern. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Geschichte des Deutschen Werkbunds, dem Kernthema der Institution. Diese Digitalisierung wird von der Berliner Senatskanzlei gefördert – ein tolles Projekt, das sicher viele interessierte Besucher:innen anzieht!

Im Sammlungsmodul findest du Korrespondenzen und Manuskripte von Hermann Muthesius, einem der Gründungsväter des Deutschen Werkbunds. Zudem gibt es Fotografien von Herbert Hirche, einem Bauhausschüler und Architekten. Wenn du also ein bisschen in die Geschichte des Designs eintauchen möchtest, ist das hier der perfekte Ort dafür.

Wenn du neugierig geworden bist, besuche die Website des Museums für weitere Informationen oder um deine Fragen zur Barrierefreiheit an info@museumderdinge.de zu richten. Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge ist ein Ort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Designs aufeinandertreffen. Ein Erlebnis, das du nicht verpassen solltest!