Vom Hertha-Talent zum Weltstar: Matheus Cunhas außergewöhnliche Reise
Heute ist der 29.06.2026, und ich sitze hier in Charlottenburg-Wilmersdorf und kann nicht anders, als über die unglaubliche Karriere von Matheus Cunha nachzudenken. Wer hätte gedacht, dass der Junge aus Brasilien, der einst bei Hertha BSC kickte, jetzt eine so zentrale Rolle im Weltfußball spielt? Es ist fast wie ein Märchen – und das in einer Zeit, in der die Fans von Hertha BSC noch immer die Wunden von Jürgen Klinsmanns abruptem Abschied lecken. Klar, der hat den Cunha für stolze 18 Millionen Euro aus Leipzig verpflichtet und ihn als „Mega-Talent“ bezeichnet. Aber Klinsmanns Schatten hängt immer noch über den alten Gassen des Vereins.
Der Wechsel von Matheus Cunha war nicht einfach ein weiterer Transfer. Er war Teil einer wahren Geldschwemme, denn Hertha gab im Winter 2020 insgesamt 77 Millionen Euro für neue Spieler aus – mehr als jeder andere Klub weltweit. Irgendwie macht das die Sache noch faszinierender. Cunha war einer jener „Wunderkinder“, die in der WM-Vorrunde für Brasilien drei Tore erzielten und sich damit als zweiter Torschütze der Nationalmannschaft etablierten. Unfassbar, wenn man bedenkt, dass er bei Hertha in 40 Pflichtspielen nur 13 Tore erzielte und zehn Vorlagen gab.
Der Weg zu den großen Bühnen
Die Geschichte von Matheus beginnt in Brasilien, wo er beim Coritiba FC seine ersten Schritte auf dem grünen Rasen machte. Sein Wechsel zu FC Sion in der Schweiz 2017 war der erste große Schritt in eine neue Welt. Ich erinnere mich an sein Debüt in der Europa-League-Qualifikation gegen Sūduva Marijampolė – ein 0:3, aber Cunha ließ sich nicht entmutigen. Sein erstes Tor für Sion erzielte er gegen den FC Basel, und am letzten Spieltag der Saison schnürte er gleich einen Dreierpack gegen FC Thun. Das war der Moment, in dem die Leute anfingen, ihn ernst zu nehmen.
Nach einem eher durchwachsenen Kapitel bei RB Leipzig, wo er unter Ralf Rangnick in 25 Bundesligaspielen neun Tore erzielte, war es dann Klinsmann, der das Talent bei Hertha erkannte. In der Hauptstadt kam Cunha zur Geltung. In der Saison 2020/21 steuerte er 7 Tore und 5 Assists bei – das war der Nachweis, dass er mehr als nur ein Talent war. Doch der Wechsel zu Atlético Madrid im Sommer 2021 war der nächste große Schritt. Die Ablösesumme von 30 Millionen Euro war hoch, aber Cunha wusste, dass er mehr erreichen konnte.
Ein neuer Anfang in England
Der Schritt nach England, genauer gesagt zu den Wolverhampton Wanderers, war ein weiterer Wendepunkt. Dort fand Cunha nicht nur seine Freude am Spiel zurück, sondern vervierfachte auch seine Torquote für die brasilianische Nationalmannschaft. Es ist erstaunlich, wie sich die Dinge ändern können, wenn man den richtigen Platz findet. Und dann kam Manchester United ins Spiel. Ein Wechsel für satte 60 Millionen Euro – das ist nicht nur ein Zeichen für sein Können, sondern auch für die Entwicklung, die er durchgemacht hat.
Er hat in der WM gezeigt, dass er mehr als nur ein Nebenfigur auf der Bühne des Fußballs ist. Irgendwie hat er mit seinen drei Toren und der emotionalen Reflexion über seine Erfolge die Herzen vieler Fans erobert. Es ist schon komisch, wie man von einem Talent, das als „Mega“ bezeichnet wurde, zu einem Spieler wird, der sogar wichtiger als Neymar ist. Und dabei bleibt er menschlich – ein Profi mit seinen eigenen Schwierigkeiten. Das macht ihn so sympathisch und nahbar.
Matheus Cunha ist nicht nur ein Spieler; er ist ein Beispiel dafür, wie man aus Rückschlägen lernt und sich weiterentwickelt. Das ist es, was den Fußball so spannend macht, und ich freue mich schon auf die nächsten Kapitel in seiner Geschichte.
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