In der Nacht zu Samstag, am 25. April 2026, kam es in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain zu einem besorgniserregenden Vorfall, bei dem ein Polizeistreifenwagen mit Steinen beworfen wurde. Dieser Angriff ereignete sich, während die Polizei gegen 0.50 Uhr ausrückte, um die Feuerwehr bei der Bekämpfung eines Brandes an einem Laternenmast zu unterstützen. Der Mast brannte aus ungeklärter Ursache, und während die Feuerwehr versuchte, den Brand zu löschen, wurden die Einsatzkräfte mit Steinwürfen attackiert. Die Frontscheibe des Polizeiwagens zerbrach, und ein Beamter erlitt Verletzungen durch Glassplitter, die ihn ins Krankenhaus brachten.
Besonders alarmierend war, dass die Feuerwehr ihren Einsatz unterbrechen musste, um sich in Sicherheit zu bringen. Der Brand des Laternenmasts konnte schließlich gelöscht werden, und der Mast wurde vom Strom genommen. In der Folge wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel und Sachbeschädigung durch Feuer eingeleitet.
Vermummte Angreifer und zivile Opfer
Die Situation eskalierte weiter, als ein 49-jähriger Anwohner, der die Polizei alarmiert hatte, von einer Gruppe von etwa 20 vermummten Personen angegriffen wurde. Diese hatten Transparenten, Spraydosen und Fackeln dabei und besprühten den Anwohner mit Pfefferspray, bevor sie ihn traten. Als die Polizei eintraf, wurden die Einsatzkräfte ebenfalls mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen, jedoch ohne dass dabei Verletzte zu beklagen waren. Ein Polizeiwagen wurde durch die Steinwürfe ebenfalls beschädigt.
Die Angreifer hinterließen an den Hauswänden Farbschmierereien und Flyer, die einen Bezug zur linken Szene in Griechenland hatten. Um die Lage aus der Luft zu überwachen, wurde ein Hubschrauber eingesetzt, der jedoch niemanden auf einem Hausdach finden konnte. Rund 70 Polizisten waren vor Ort, um die Situation zu kontrollieren, und mehrere Personen wurden vorübergehend festgenommen, um deren Identität zu klären. Die Polizei ermittelt nun wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.
Ein Trend der Gewalt und politische Hintergründe
Der Vorfall in der Rigaer Straße macht deutlich, dass die Gewaltbereitschaft in bestimmten Kreisen innerhalb Berlins offenbar zunimmt. Die Gewerkschaft der Polizei äußerte scharfe Kritik an den Angriffen und bezeichnete diese als Bedrohung der Demokratie. Laut dem Verfassungsschutzbericht gibt es im Jahr 2024 ein linksextremistisches Personenpotenzial von 38.000, darunter 11.200 gewaltorientierte Linksextremisten. Besonders beunruhigend ist der Anstieg linksextremistisch motivierter Straftaten, der in diesem Jahr um 37,9 % auf 5.857 Delikte gestiegen ist.
In der Vergangenheit kam es in der Rigaer Straße bereits mehrfach zu Angriffen auf Polizisten, und auch die Brandstiftungen und körperlichen Angriffe auf politische Gegner nehmen zu. Die Zahlen zeigen, dass insbesondere die linksextremistische Szene in Berlin aktiv ist und in Bezug auf die Polizei 721 Delikte verzeichnet wurden. Diese Entwicklungen werfen ein besorgniserregendes Licht auf die Sicherheitssituation in der Hauptstadt und die Herausforderungen, vor denen die Sicherheitskräfte stehen.