In Berlin, wo das pulsierende Leben der Hauptstadt auf die Traditionen der Politik trifft, gibt es Neuigkeiten aus der CDU. Stefan Evers hat den Posten des Spitzenkandidaten und Landesvorsitzenden übernommen. Damit ist er der Kopf der Partei für die bevorstehenden Abgeordnetenhauswahlen am 20. September. An seiner Seite wird Lukas Krieger als neues Gesicht des Generalsekretärs agieren. Krieger, der als gut vernetzt gilt, wird die Koordination des Wahlkampfs übernehmen und tritt damit in große Fußstapfen, denn seine Vorgängerin Ottilie Klein war während ihrer dreijährigen Amtszeit kaum sichtbar.

Krieger, 38 Jahre alt und als Rechtsanwalt tätig, hat nicht nur die Leitung des CDU-Kreisverbands Charlottenburg-Wilmersdorf inne, sondern bringt auch wertvolle Erfahrungen aus seiner politischen Laufbahn mit. Besonders bemerkenswert ist sein Weg zurück in die CDU nach einem umstrittenen Vorfall, der ihn zeitweise von der Partei distanzierte. Im Jahr 2016 sorgte ein Video für Aufregung, das in einem heiklen Kontext veröffentlicht wurde und zu seinem Parteiaustritt führte. Nach einer vierjährigen Auszeit kehrte er jedoch zurück und engagiert sich seither aktiv, unter anderem im Förderverein des Holocaust-Mahnmals.

Ein Blick auf die Person Lukas Krieger

Geboren am 11. November 1987 in Weingarten, wuchs Krieger als ältestes von fünf Geschwistern im Landkreis Ravensburg auf, bevor er 2002 nach Berlin zog. Nach dem Abitur am Arndt-Gymnasium Dahlem studierte er Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin und spezialisierte sich auf Wirtschafts-, Unternehmens- und Steuerrecht. 2014 legte er das erste juristische Staatsexamen ab, gefolgt von einem Referendariat, das er 2017 erfolgreich mit dem zweiten Staatsexamen abschloss.

Seine berufliche Laufbahn führte ihn von einer Anstellung in einer Kanzlei für Gesellschafts- und Steuerrecht zu seiner eigenen Kanzlei, die er seit 2023 führt. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert sich Krieger auch in verschiedenen Organisationen, darunter die Mittelstands- und Wirtschaftsunion sowie Hertha BSC. Verheiratet und römisch-katholisch, wohnt er in Berlin-Wilmersdorf und ist ein aktives Mitglied seiner Gemeinde.

Politische Ambitionen und Herausforderungen

Krieger blickt auf eine bemerkenswerte politische Karriere zurück. Bei der Bundestagswahl 2025 konnte er sich mit 26,3 Prozent der Erststimmen gegen prominente Gegner wie Michael Müller von der SPD und Lisa Paus von den Grünen durchsetzen. Unterstützt wurde er dabei auch finanziell von seinem Kreisverband, der ihm 20.000 Euro zur Verfügung stellte. Im Deutschen Bundestag ist er ordentliches Mitglied im Finanzausschuss und hat sich in mehreren weiteren Ausschüssen engagiert.

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Sein Weg war nicht ohne Kontroversen. So stimmte er jüngst überraschend für ein Rentenpaket, das er zuvor kritisch betrachtet hatte. Diese Widersprüchlichkeit könnte in der anstehenden Wahl eine Rolle spielen, da die CDU unter Evers‘ Führung im Kopf-an-Kopf-Rennen mit anderen Parteien steht. Die Wahlen im September 2026 könnten für die CDU entscheidend sein, um ihre Position in der Berliner Politik zu behaupten.

Das Wahlprogramm der CDU, das im Juni 2026 beschlossen werden soll, sieht unter anderem Zugangskontrollen an U-Bahnhöfen vor, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und Schwarzfahren einzudämmen. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Partei bereit ist, mutige Schritte zu gehen, um der Hauptstadt eine neue Richtung zu geben.

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