Heute ist der 26.04.2026 und die Berliner Kinos stehen Kopf! Der mit Spannung erwartete Biopic „Michael“ über den unvergessenen Popstar Michael Jackson hat bei seinem Kinostart hohe Einnahmen erzielt. Regisseur Antoine Fuqua bringt uns die Geschichte des King of Pop näher und hat dabei in Nordamerika am Freitag bereits knapp 40 Millionen Dollar eingenommen. Die prognostizierten Einnahmen für das gesamte Wochenende liegen zwischen 90 und 100 Millionen Dollar, und weltweit könnte der Film sogar bis zu 200 Millionen Dollar einspielen. Damit übertrifft „Michael“ den bisherigen Rekordhalter „Straight Outta Compton“, der 2015 am Debütwochenende rund 60 Millionen Dollar generierte.

Die internationale Premiere fand am 10. April in Berlin statt, wo auch Familienmitglieder, darunter Jacksons Neffe Jaafar, anwesend waren. Der Film erzählt von Jacksons Kindheit bis zur „Bad“-Tour in den 1980er Jahren und beleuchtet seine beeindruckende musikalische Karriere. Allerdings werden zentrale Episoden, wie die Missbrauchsvorwürfe, die ihn während seines Lebens begleiteten, im Film ausgespart. Kritiker bemängeln, dass dies zu einem zu glatten Bild des Sängers führt, was die Debatte über die Darstellung von Jacksons Leben weiter anheizt. Trotz dieser Kritik erfreut sich der Film großer Beliebtheit: Auf Rotten Tomatoes erhält er eine Zustimmung von 96 Prozent.

Ein Blick in die Kindheit

„Michael“ widmet sich vor allem dem Talent und der Musik des Künstlers, produziert von den Jackson-Erben mit Jaafar Jackson in der Hauptrolle. Der Film beginnt mit Jacksons Kindheit und beleuchtet die strenge Erziehung durch seinen Vater, die Herausforderungen, die er in seiner Jugend erlebte, sowie die Entstehung der berühmten „Jackson Five“. Exotische Tiere und Kuscheltiere werden als Symbole für seine verlorene Kindheit dargestellt, während bekannte Hits und Behind-the-scenes-Momente für nostalgische Erinnerungen sorgen. Der Höhepunkt des Films ist ein Konzert im Wembley-Stadion, und der Film endet im Jahr 1988, fünf Jahre vor den ersten Missbrauchsvorwürfen gegen Jackson.

Kontroversen und Produktionsgeschichte

Die Produktion des Films war turbulent. Massive Umbauten kurz vor dem Release beeinflussten sowohl den Inhalt als auch die Erzählstruktur. Ursprünglich sollten auch die Missbrauchsvorwürfe aus dem Jahr 1993 thematisiert werden, jedoch wurden diese Passagen aufgrund rechtlicher Klauseln gestrichen, die bestimmte Personen von der Darstellung im Film ausschließen. Das ursprüngliche Finale, das sich mit diesen Vorwürfen beschäftigte, wurde verworfen. Stattdessen liegt der Fokus nun auf Jacksons musikalischen Erfolgen und seiner persönlichen Entwicklung, einschließlich der gesundheitlichen Folgen eines Unfalls bei einem Pepsi-Dreh.

Mit einem Gesamtbudget von rund 155 Millionen Dollar, das teilweise vom Jackson-Nachlass übernommen wurde, sind die Erwartungen hoch: Erste Prognosen sehen einen starken Kinostart mit Einnahmen von mindestens 700 Millionen Dollar weltweit vor. Zum Vergleich: „Bohemian Rhapsody“ spielte 910 Millionen Dollar ein. Die Diskussion über die Trennung von Kunst und Künstler wird durch aktuelle Ereignisse, wie die Klage eines mutmaßlichen Missbrauchsopfers, weiter angeheizt. Ob ein zweiter Teil des Films kommt, der die Vorwürfe thematisiert, bleibt ungewiss.

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Insgesamt bleibt „Michael“ nicht nur ein Film über den King of Pop, sondern auch ein Spiegelbild der anhaltenden Debatte über sein Leben und Werk. Die Frage, wie mit den Schattenseiten eines so strahlenden Talents umgegangen werden kann, wird uns wohl noch lange beschäftigen.