Heute ist der 3.06.2026 und ich sitze hier in Charlottenburg-Wilmersdorf, wo ich über ein Thema nachdenke, das mir wirklich am Herzen liegt: die Gefahren von Mährobotern für unsere kleinen stacheligen Freunde, die Igel. Ehrlich gesagt, es ist schon ein bisschen schockierend, wie wenig darüber gesprochen wird, obwohl es durchaus ein ernsthaftes Problem darstellt.

In Brandenburg plant das Verbraucherschutzministerium ab Ende Juni eine Informationskampagne in Baumärkten. Der Staatssekretär Stephan Nickisch hat im Agrar-Innenausschuss des Landtags klargemacht, dass das Ziel dieser Kampagne ist, Käufer und Personal über die Gefahren von Mährobotern aufzuklären. Diese kleinen Maschinen können Igel abends und nachts schwer und sogar tödlich verletzen, und das ist einfach nicht hinnehmbar.

Mähroboter und ihre Gefahren

Wusstet ihr, dass Igel keine Fluchttiere sind? Stattdessen rollen sie sich einfach zusammen, wenn Gefahr droht. Das macht sie besonders verletzlich, wenn die scharfen, schnell rotierenden Klingen eines Mähroboters auf sie treffen. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung haben festgestellt, dass Mähroboter ein ernstes Tier- und Artenschutzproblem für unsere Igel darstellen. Wenn man dann noch bedenkt, dass Igel im Bundesnaturschutzgesetz als besonders geschützt eingestuft sind – sie dürfen also nicht gefangen, verletzt oder getötet werden – wird die ganze Sache umso dringlicher.

Ein weiteres Problem ist die Aktivitätszeit der Igel. Sie sind hauptsächlich in der Dämmerung oder Dunkelheit unterwegs, was sie extrem gefährdet, wenn Mähroboter nachts eingesetzt werden. Und auch kranke Igel oder kleine Igel-Säuglinge können tagsüber herumstreifen und sind somit ebenfalls in Gefahr. In vielen Städten, wie Köln, Augsburg oder Dortmund, haben sie bereits Nachtfahrverbote für Mähroboter erlassen, um diese kleinen Geschöpfe zu schützen. Oft gelten diese Verbote von 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang. Das klingt nach einer cleveren Lösung, oder?

Bewusstsein schaffen

Das Verbraucherschutzministerium verfolgt keine Verbote, sondern möchte mit Plakaten wie «Dein Einsatz für Igel» das Bewusstsein und die Achtsamkeit fördern. Aber damit ist es nicht getan. Herstellerfirmen sollen dazu bewegt werden, auf Produktverpackungen auf die Gefahren für kleine Wildtiere hinzuweisen. Eine tolle Idee, oder? Schließlich sollte jeder Käufer wissen, welches Risiko er eingeht, wenn er sich für einen Mähroboter entscheidet.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Zusätzlich gibt es immer mehr Anträge in verschiedenen Städten für Mähroboter-Verbote. In Niedersachsen wurden bereits genügend Unterschriften für eine Petition gesammelt – das zeigt, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich für den Schutz der Igel einsetzen. Auf Bundesebene möchte das Bundesumweltministerium den Igelschutz im neuen Tierschutzgesetz verankern, doch das Bundeslandwirtschaftsministerium lehnt diesen Vorschlag ab. Komischerweise scheinen die Behörden oft mehr an den Maschinen als an den Tieren interessiert zu sein.

Gestaltung igelfreundlicher Gärten

Doch es gibt auch Hoffnung. Anwohner können aktiv werden, indem sie über die Gefahren von Mährobotern für Igel informieren und nach Nachtfahrverboten in ihrer Kommune fragen. Und hey, wie wäre es mit einem igelfreundlichen Garten? Tipps dazu gibt’s viele: Einheimische Stauden und Gehölze pflanzen, auf Pestizide verzichten, Laub und Gestrüpp als Unterschlupf belassen – das klingt doch machbar. Und vielleicht sollten wir auch einfach mal einen Kräuterrasen statt des üblichen Nutzrasens in Betracht ziehen!

Ich finde es einfach wichtig, dass wir uns um unsere Umwelt kümmern und Rücksicht auf die kleinen Geschöpfe nehmen, die mit uns diesen Planeten teilen. Schließlich sind Igel nicht nur niedlich, sie sind auch ein Teil unseres Ökosystems. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja bald mehr Städte mit Nachtfahrverboten für Mähroboter, die den Igeln helfen, sicher durch die Nacht zu kommen.