Die Hitze in Berlin hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Sommertage sind mittlerweile so heiß, dass man manchmal das Gefühl hat, man könnte in einem riesigen Backofen leben. Tagsüber ist es ja oft noch ganz erträglich, aber die Nächte – oh weh, die kann man nicht einfach ignorieren. Zunächst scheinen die Abende angenehm, kühl genug für die dünne Decke oder sogar für eine Nacht ohne. Aber nach einer Woche Hitze, wie ich sie auf Kreta erlebt habe (über 40 Grad!), merkt man die Erschöpfung. Die Rückkehr nach Berlin fühlte sich an wie ein Befreiungsschlag. Man kann die Hitze nicht einfach wegstecken, das geht nicht. Der Alltag muss radikal umgestellt werden.

Ein Spaziergang um fünf Uhr morgens, wenn die Temperaturen noch angenehm sind, ist fast schon ein Ritual geworden. Ich schnapp mir meinen Kaffee, ein Stück Obst und vielleicht die Zeitung, um am Lietzensee zu entspannen. Das ist der einzige Moment, in dem ich das Gefühl habe, die Hitze schläft noch. Die geplanten Einkäufe beschränken sich auf leichte Lebensmittel: frisches Obst, erfrischende Getränke, knackige Salate und Joghurt. Wenn ich Alkohol trinke, wird’s nur unangenehmer. Vormittags unter einem Sonnenschirm zu sitzen, ist dann auch nicht mehr das Schlechteste. Die alten Bäume in der Stadt spenden ein wenig Schatten, und ich bin dankbar für die flexiblen Tagesabläufe, die mir erlauben, dem Hitzepegel zu entkommen. Aber nicht jeder hat diese Möglichkeit.

Die Gefahren der Hitze

Die Dichte der Bebauung in den Straßen speichert die Hitze, und ohne Klimaanlage wird es schnell belastend. Manchmal hilft nur noch ein Ventilator und die Gardinen, um die Wohnung kühl zu halten. Die Mittags- und Nachmittagszeiten sind zum Einkaufen einfach nur unangenehm. Ich kann nur empfehlen, die Wohnung zu verlassen oder zu Freunden zu gehen, die vielleicht eine kühlere Wohnung haben. Abends wird es hoffentlich erträglicher, aber die Warnungen sind klar: Extreme Temperaturen sind nicht zu unterschätzen. Jährlich sterben Menschen an den Folgen dieser Hitze, und die Gefahren sind für obdachlose Menschen besonders groß. Kleine Hilfsaktionen, wie das Bereitstellen von Wasser oder ein schattiger Platz, können entscheidend sein, um Leben zu retten. Und das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für unsere Tiere.

In Deutschland nehmen die Hitzewellen seit der Jahrtausendwende zu. Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Sommer künftig noch extremer werden. Hohe Temperaturen können gesundheitliche Probleme verursachen, vor allem in überfüllten Innenstädten. Die aneinanderstehenden Gebäude speichern die Wärme, was die nächtliche Abkühlung erschwert. In den letzten Jahren hat die Zahl der Krankenhauseinweisungen und hitzebedingten Todesfälle zugenommen. Im Sommer 2018 starben in Deutschland rund 8.000 Menschen an Hitze – eine erschreckende Zahl. Während der Hitzeperioden wird es immer schwieriger, die normale Körpertemperatur zu halten. Anzeichen von Hitzeschäden sind Kopfschmerzen, Unwohlsein, Kreislaufprobleme und im Extremfall sogar Bewusstlosigkeit. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und Personen mit chronischen Erkrankungen, die auf einen Hitzeschutz angewiesen sind.

Tipps für den Sommer

Eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind essenziell, um den Elektrolythaushalt im Gleichgewicht zu halten. Die hohe Schweißproduktion führt zu einem Verlust von Elektrolyten – das kann zu Erschöpfung und Muskelkrämpfen führen. Tipps für den Gesundheitsschutz bei Hitze sind einfach: viel trinken, leichte Mahlzeiten essen und sich an die Hitze anpassen. Wenn man sich draußen aufhält, sollte man auch die Haut und die Augen vor UV-Strahlung schützen. Die Zeit ist gekommen, dass wir uns um uns selbst und um unsere Mitmenschen kümmern. Wir müssen einen effektiven Hitzeschutz entwickeln, bevor uns die extreme Hitze in die Knie zwingt. In Berlin gibt es bereits Pläne, um gesundheitsfördernde Maßnahmen zu ergreifen. Aber die Herausforderung bleibt, und wir müssen bereit sein, die nötigen Schritte zu unternehmen. Es ist höchste Zeit, dass wir uns dem Thema Hitze und Gesundheit ernsthaft widmen.

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