Eurowings hat sich entschieden, kräftig in Berlin zu investieren! Am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) wird das Angebot der Airline ausgebaut, und das ist doch mal eine spannende Nachricht für alle Reisefreudigen! Zwei neue Maschinen werden zum Winterflugplan stationiert, und das bedeutet auch neue Ziele. Besonders aufregend: Bologna, Italien, die ehemalige Destination von Ryanair, wird nun von Eurowings angeflogen. Das sind doch mal gute Nachrichten für alle, die auf der Suche nach einem kurzen Städtetrip sind!

Besonders erfreulich ist auch die Erweiterung der Flüge zu den Kanarischen Inseln. Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote und Teneriffa werden nun häufiger angeflogen. Mit dieser Erweiterung wächst die Eurowings-Flotte am BER auf insgesamt elf Flugzeuge, die fast 50 Ziele bedienen. Über 300 Crew-Mitglieder sind dabei, sodass der Service hoffentlich reibungslos abläuft. Max Kownatzki, der Chef von Eurowings, zeigt sich optimistisch und äußert Vertrauen in den Standort Berlin – das klingt vielversprechend!

Ryanairs Rückzug aus Berlin

Doch während Eurowings auf Wachstumskurs ist, sieht die Situation bei Ryanair ganz anders aus. Die irische Airline hat angekündigt, ihre Berliner Basis mit sieben Flugzeugen zum 24. Oktober 2026 zu schließen. Das bedeutet, dass im Winterflugplan die Zahl der Flüge von und nach Berlin um 50 % reduziert wird. Ein herber Rückschlag für die Hauptstadt. Ryanair plant, die stationierten Flugzeuge auf kostengünstigere Flughäfen in anderen EU-Staaten zu verlagern. Ein Grund für diesen Schritt sind die hohen Gebühren am Berliner Flughafen, die seit der Covid-Pandemie um 50 % gestiegen sind. Das ist ein echter Hammer!

Die Gewerkschaft Verdi sieht in diesem Abzug eine Reaktion auf die Gründung eines Betriebsrats bei der Ryanair-Tochter Malta Air. Auch die steigenden Flughafenentgelte und die Luftverkehrsteuern, die sich mehr als verdoppelt haben – von 7,30 € auf 15,50 € pro Passagier – werden als problematisch angesehen. Laut Ryanair wird der Verkehr in Berlin bis 2027 um weitere 50 % auf 2,2 Millionen Passagiere zurückgehen. Das ist schon ein besorgniserregender Trend, wenn man bedenkt, dass das Verkehrsaufkommen in Berlin seit 2019 um etwa 30 % gesunken ist.

Die Lage der Flughäfen in Deutschland

Was bedeutet das alles für die Luftfahrtbranche in Deutschland? Der Bundestag berät aktuell über eine geplante Absenkung der Luftverkehrsteuer, die ab Juli 2026 wirksam sein soll. CDU, CSU und SPD setzen damit ein Versprechen aus ihrem Koalitionsvertrag um. Die Frage bleibt jedoch: Werden die Airlines die Steuerersparnis an die Kunden weitergeben? Die komplexen Preissysteme machen eine klare Vorhersage schwierig. Aktuell steigen die Ticketpreise durch die erhöhten Ölpreise, die unter anderem durch den Iran-Krieg bedingt sind.

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Die Branche reagiert bislang eher verhalten auf die Pläne der Regierung. Der Branchenverband BDL fordert weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Flughäfen. Diese sind im europäischen Vergleich nach wie vor benachteiligt. Ein Flug von einem deutschen Flughafen hat durchschnittliche staatliche Kosten von 4.531 Euro, während es im europäischen Ausland bei 2.326 Euro liegt. Und die geplante Steuerersparnis wird den Staat in diesem Jahr 185 Millionen Euro kosten. Ein teures Unterfangen, das auf lange Sicht auch Einsparungen im Etat des Bundesverkehrsministeriums nach sich ziehen könnte.

Die Entwicklungen am Flughafen Berlin sind ein Spiegelbild der Herausforderungen und Chancen, die sich in der Luftfahrtbranche auftun. Während Eurowings in die Bresche springt, hat Ryanair einen Rückzug angekündigt. Wie sich die Situation weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Die Luftfahrtlandschaft in Deutschland bleibt spannend!