Die Vorfreude war groß, das Sommerfest des Familienzentrums Jungfernheide stand vor der Tür! Ursprünglich für den 10. Juni 2026 geplant, muss das Fest aufgrund eines unerwarteten Problems verschoben werden. Der Eichenprozessionsspinner hat sich im Volkspark Jungfernheide eingenistet und sorgt für einige Sicherheitsbedenken. Das klingt fast wie ein Albtraum aus der Kindheit, in dem uns die Raupen der Eichenbaum-Schmetterlinge das Leben schwer machen wollen.

Der Befall hat nicht nur Auswirkungen auf das Fest, sondern auch auf die sportlichen Aktivitäten in der Umgebung. Das Sportamt Charlottenburg-Wilmersdorf sah sich gezwungen, gleich sechs Sportanlagen zu schließen. Fünf davon werden bis zum 18. Juni 2026 nicht zugänglich sein. Die betroffenen Anlagen sind unter anderem das Mommsenstadion mit seiner Rollsportfläche und die Wally-Wittmann-Sportanlage in der Waldschulallee. Die Jungfernheide-Sportanlage ist seit dem 29. Mai geschlossen und bleibt bis zum 14. Juni zu.

Was steckt hinter dem Eichenprozessionsspinner?

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist eine heimische Schmetterlingsart, die sich in Deutschland wohlfühlt. Besonders in warmtrockenen Bedingungen, wie sie in lichten Eichenwäldern und an Bestandsrändern herrschen, findet man diese kleinen Plagegeister. Massenvermehrungen sind Teil ihrer natürlichen Populationsdynamik. Der Klimawandel könnte diese Entwicklung noch verstärken und dazu führen, dass sie sich in neue Gebiete ausbreiten.

Die Raupen, die ab dem dritten Larvenstadium Brennhaare mit Nesselgift bilden, sind das wahre Problem. Diese Brennhaare können bei Menschen und Tieren unangenehme Hautreaktionen, Atemwegsprobleme und sogar allergische Schocks hervorrufen. Dabei sind die Symptome von Rötungen und Juckreiz bis hin zu ernsthaften Atembeschwerden sehr unterschiedlich. Es ist schon verrückt, wie so kleine Tiere so viel Unheil anrichten können!

Was tun gegen den Befall?

Der Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner erfordert ein durchdachtes Management. Es gibt verschiedene Maßnahmen, die ergriffen werden können. Mechanische Methoden, wie das Absaugen und Entsorgen der Gespinstnester, sind empfehlenswert. Auch thermische Bekämpfung, bei der heißes Wasser oder Heißschaum in die Nester gebracht wird, kann helfen – aber Vorsicht, ungeschütztes Abflammen ist ein absolutes No-Go!

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In städtischen Gebieten, Parks und an Gehwegen findet man die befallenen Bäume häufig. Das Risiko eines Befalls steigt besonders bei Trockenheit, was uns als Stadtbewohner nicht unbekannt ist. Eichen sind zwar relativ robust und können nach einem Befall neue Blätter bilden, langfristig kann ein starker Befall jedoch den Stoffwechsel der Bäume stören und sie anfälliger für andere Schädlinge machen. Das ist ein Teufelskreis, der nicht zu unterschätzen ist!

Ein Blick in die Zukunft

Immer wieder hört man, dass der Eichenprozessionsspinner im Winter als Ei überdauert und Temperaturen bis zu -18 Grad Celsius trotzen kann. Frühlingstemperaturen sind entscheidend für die Entwicklung der Larven, die dann ab April schlüpfen. Bei warmem, trockenem Wetter geht’s für die kleinen Biester besonders schnell. Und so wandern sie in Gruppen von bis zu 30 Tieren vom Stamm zu den Baumkronen – ein Schauspiel, das an eine kleine Prozession erinnert, die man sich nicht entgehen lassen möchte, auch wenn es in diesem Fall besser wäre, einen großen Bogen darum zu machen.

Wenn wir also im September 2026 endlich das Sommerfest nachholen können, hoffen wir, dass die Eichenprozessionsspinner sich bis dahin verzogen haben und wir unbeschwert feiern können. Bis dahin bleibt uns nur eins: Aufpassen und die Augen offen halten!