„Das dunkle Berlin“: Ein Podcast über die schockierendsten Verbrechen der Stadtgeschichte
Am 3. November 2026 ist es so weit: Die Berliner Morgenpost hat ihren neuen True-Crime-Podcast „Das dunkle Berlin“ veröffentlicht. Diese spannende Audio-Reise entführt uns alle zwei Wochen in die düstere Welt der Verbrechen, die Berlin über die letzten 200 Jahre erschüttert haben. Die Redakteurinnen Julia Lehmann und Sarah Dapena Fernández sowie Polizeireporter Dennis Meischen sind die Stimmen, die uns durch die schockierenden und oft tragischen Geschichten führen. Dabei wechseln sich die drei Hosts in ihren Erzählungen ab und bringen frischen Wind in die düstere Materie.
Die erste Episode ist bereits online und dreht sich um den Fall Dirk P., der 2012 drei schwule Männer durch Überdosierungen von K.-o.-Tropfen tötete. Der grausame Mord an Nicky M., der am 5. Mai 2012 im Darkroom der Berliner Schwulenbar „Große Freiheit“ in Friedrichshain aufgefunden wurde, ist nur der Auftakt zu einer Reihe von fesselnden Fällen. Die Polizei hatte anfangs verschiedene Theorien, doch die Gründe für das Handeln des Täters bleiben weiterhin im Dunkeln. Danjel Zarte, der Wirt der „Großen Freiheit“, berichtet, wie diese Morde die queere Community und das Berliner Nachtleben nachhaltig beeinflussten. Es wird klar, dass diese Geschichten nicht nur über die Taten selbst sprechen, sondern auch über die Menschen, die betroffen sind und die Auswirkungen, die solche Verbrechen auf ihre Zeit und auf Berlin haben.
Ein Blick in die dunkle Vergangenheit
Die weiteren Folgen sind ebenso schockierend und faszinierend. Die Mordserie des „S-Bahn-Mörders“ Paul Ogorzow, der in den 1940er-Jahren acht Frauen tötete, wird in einer Doppelfolge behandelt. Besonders eindringlich ist das Zeugnis von Christa Katzur, der 87-jährigen Tochter von Hedwig Ehbauer, die am 5. Januar 1941 ermordet wurde. Ihre Erinnerungen an den Verlust und dessen Auswirkungen auf ihre Kindheit sind tief bewegend. Auch die Entführung eines BVG-Busses durch Dieter Wurm alias „Der Skorpion“ im April 2003 wird thematisiert. Karsten Loest, ein damaliger SEK-Beamter, erzählt von den nervenaufreibenden Verhandlungen und dem Polizeieinsatz, die die Geiselnahme in Schöneberg beendeten. Diese Geschichten erwecken die Vergangenheit zum Leben und zeigen auf, dass es nicht nur um die Verbrechen selbst geht, sondern auch um die beteiligten Menschen und deren Schicksale.
Ein weiterer Schock ist der Mordfall Lucie Berlin, der sich 1904 ereignete. Die achtjährige Lucie verschwand aus ihrer Wohnung in Wedding, nur um Tage später als verstümmelte Leiche aus der Spree geborgen zu werden. Marc Trimborn vom Landeskriminalamt Berlin gibt spannende Einblicke in die damalige DNA- und Textilanalytik, die zur Aufklärung des Verbrechens führte. Trotz aller Aufklärung blieb der Täter bis zu seinem Tod stumm über seine Motive. Und dann ist da noch Thomas Rung, der zwischen 1983 und 1995 insgesamt sieben Menschen tötete und immer noch in der Justizvollzugsanstalt Tegel sitzt. Der Podcast beleuchtet nicht nur seine Taten, sondern auch die möglichen Hintergründe und die Schwierigkeiten, die Polizei bei seiner Festnahme hatte.
Ein Archiv des Schreckens
„Das dunkle Berlin“ hat sich zum Ziel gesetzt, schwere und düstere Kriminalfälle aufzuarbeiten, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Die Geschichten sind nicht nur historisch relevant, sondern auch aufschlussreich, was die gesellschaftlichen Umstände und die Zeit, in der sie stattfanden, betrifft. Hier wird nicht nur erzählt, was geschehen ist, sondern auch, was diese Taten über die Menschen und die Gesellschaft aussagen. Die Archivarbeit der Hosts bringt Vergangenes ans Licht und verknüpft es mit der Gegenwart. So wird der Podcast zu einer Art Zeitreise durch die Abgründe der Berliner Geschichte.
Die erste Folge von „Das dunkle Berlin“ ist ab sofort auf gängigen Podcast-Plattformen verfügbar, und die neuen Episoden erscheinen alle zwei Wochen dienstags. Wer also ein Faible für die dunklen Seiten der Stadt hat, sollte sich diesen Podcast nicht entgehen lassen. Denn wie heißt es so schön? Die Wahrheit ist oft gruseliger als die Fiktion. Schalten Sie ein und lassen Sie sich von den Geschichten aus den Archiven mitreißen!
