Alba Berlin: Auf dem Weg zum großen Finale gegen Bayern München
In der Max-Schmeling-Halle war die Luft zum Schneiden dick, als Alba Berlin am Dienstagabend das entscheidende Halbfinalspiel gegen die Bamberg Baskets ausspielte. Vor 8.861 begeisterten Zuschauern zogen die Berliner mit einem beeindruckenden 97:66 ins Finale ein, und das mit einem klaren 3:2 in der Best-of-Five-Serie. Die Stimmung war elektrisierend, der Druck hoch und die Erwartungen riesig. Alba, mit einem frühen 20:9 im ersten Viertel, gab gleich von Beginn an den Takt vor und ließ Bamberg, das in der Defensive Schwierigkeiten hatte, kaum eine Chance auf einen geglückten Angriff.
Der beste Werfer für Alba war Michael Rataj, der mit 16 Punkten glänzte. Auf der anderen Seite war es Ibi Watson, der ebenfalls 16 Punkte für Bamberg erzielte, aber nicht genug, um seine Mannschaft zum Sieg zu führen. Besonders bemerkenswert waren die Wagner-Brüder, ehemalige Alba-Spieler, die als Zuschauer im Publikum saßen und vermutlich in Erinnerungen schwelgten.
Der Weg ins Finale
Alba Berlin hatte bereits das erste Spiel der Serie mit einem klaren 105:86 gewonnen. Damals startete Bamberg stark und führte nach dem ersten Viertel 19:18, doch im zweiten Viertel legte Alba den Schalter um und erzielte beeindruckende 35 Punkte, während Bamberg nur 15 Punkte auf die Tafel brachte. Der Halbzeitstand von 53:34 war ein deutliches Zeichen. Selbst im dritten Viertel, wo Alba 30 Punkte erzielte und Bamberg nur 20, war die Richtung bereits vorgegeben. Bamberg konnte im Schlussviertel zwar mit 32:22 gewinnen, doch der Rückstand war zu groß, um das Blatt noch zu wenden. Ein spannendes Duell, das die Fans bis zur letzten Sekunde in Atem hielt.
Die Geschichte zwischen Alba und Bamberg ist reich an Höhepunkten und Spannung. In der regulären Saison hatten beide Teams eine Bilanz von 24 Siegen und 10 Niederlagen, was die Wettbewerbsfähigkeit unterstrich. Bamberg konnte in der Vergangenheit einmal das Pokalfinale gegen Alba mit 74:72 für sich entscheiden – ein weiterer Beweis, dass die Rivalität zwischen diesen beiden Teams tief verwurzelt ist.
Die Zukunft im Blick
Das Finale gegen den Titelverteidiger FC Bayern München beginnt am Freitag und die Erwartungen sind hoch. Geschäftsführer Marco Baldi und Aufsichtsratsvorsitzender Axel Schweitzer haben bereits eine dauerhafte Präsenz im internationalen Wettbewerb ins Auge gefasst. Unter dem Dach der O2 World, jetzt Uber Arena, hat Alba Berlin den Zuschauerrekord von über 11.264 pro Spiel erreicht. Die Fans sind hungrig nach Erfolg, und die Atmosphäre wird sicher wieder einmal zum Überkochen bringen.
In den letzten Jahren war Alba oft im Eurocup und der EuroLeague aktiv, mit gemischten Ergebnissen. Die Erinnerungen an die Höhen und Tiefen, wie zum Beispiel die schmerzhafte Niederlage im Eurocup-Finale gegen Valencia Basket Club oder die herausragenden Spiele im nationalen Pokal, sind noch frisch. Diese Geschichte, gepaart mit der jüngsten Dominanz in der Liga, macht die kommenden Spiele umso spannender.
Der Countdown läuft. Freitag wird es ernst, und die ganze Stadt schaut auf die Arena. Alba hat die Bühne bereitet, die Fans sind bereit – jetzt fehlt nur noch das große Finale.
