Am Sonntagnachmittag kam es am Friedrich-Ebert-Platz in Berlin zu einem lautstarken Protest gegen die Partei Alternative für Deutschland (AfD), organisiert von einer 64-jährigen Frau, die sich als Versammlungsleiterin ausgab. Diese spontane Kundgebung war nicht gemäß dem Versammlungsfreiheitsgesetz angezeigt, was zu einem schnellem Eingreifen der Polizei führte. Rund 40 Teilnehmer versammelten sich, während ein versiegelter Reisebus mit der Aufschrift „Adenauer SRP+“ in der Nähe stationiert war und über Lautsprecher musikalische Beiträge gegen die AfD abspielte.

Ein 39-jähriger Verantwortlicher des Lautsprecherbusses behauptete, dass es sich nicht um eine Teilnahme an der Kundgebung, sondern um eine eigenständige künstlerische Darbietung handele. Die Polizei wies ihn an, die Schallemission sofort zu beenden, was er um 15:30 Uhr tat. Parallel dazu fand ein Interview mit der AfD-Vorsitzenden im Außenbereich des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses statt. Trotz der angespannten Lage kam es nicht zu einem direkten Kontakt zwischen den Protestierenden und der Politikerin. Bei der Abschluss der Kundgebung um 16 Uhr wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Versammlungsleiterin und den Verantwortlichen des Lautsprecherbusses eingeleitet, die Ermittlungen dauern an.

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